Hausengel ist Vorreiter bei der Integration ins Arbeitsleben

Fiete Winter

Wie wäre es, wenn wir für dich einen Arbeitsplatz im Home-Office schaffen?" Diese Worte vom Geschäftsführer Simon Wenz klangen Ende 2015 für mich wie eine Erleichterung und sind der Beginn einer beruflichen und gesundheitlichen Symbiose, bei der sich viele Unternehmen in Deutschland noch in den Kinderschuhen befinden.
Die Hausengel GmbH mit Geschäftsführer Simon Wenz hingegen hat sich dafür entschieden, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen und zu zeigen, wie berufliche Integration ohne Verluste für das Unternehmen und als Mehrwert für beide Seiten funktionieren kann. Was in vielen Ländern der Welt schon gelebt wird, ist in Deutschland eher selten zu finden.

Ich, Fiete Winter, 37 Jahre und ausgebildeter Informatikkaufmann, arbeite seit 2010 bei den "Hausengeln", wie wir uns liebevoll nennen. Ein normales und uninteressantes IT-Berufsleben würden die meisten denken, doch eine "Kleinigkeit" bestimmt meinen persönlichen Tages- und Arbeitsablauf: Ich habe Mukoviszidose (Cystische Fibrose), eine unheilbare Erberkrankung, welche Organe wie z. B. die Lunge, Magen und Leber betrifft. Infolge eines Gendefektes wird von Geburt an in vielen Organen zäher Schleim produziert, hauptsächlich in Lunge und Bauchspeicheldrüse. Dieser bietet vor allem in der Lunge Nährboden für Bakterien und Viren, was unabsehbar zur Zerstörung von Lunge und Bauchspeicheldrüse führt. Langfristig gibt es hier als einzige Option der "Heilung" nur die Transplantation einer neuen Lunge.

Als ich mich 2010 nach einem neuen Arbeitgeber erkundigte, sah ich das Stellenangebot der Hausengel GmbH im Portal der Arbeitsagentur. Ich informierte mich über das Unternehmen und erkannte, dass es sich um ein kleines Familienunternehmen handelt, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, den schwachen, kranken und älteren Menschen unter uns zu helfen. Für mich Grund genug eine Bewerbung zu schreiben. Mit Erfolg! Geschäftsführer Simon Wenz war im Bewerbungsgespräch absolut offen meiner Erkrankung gegenüber und nach einem kurzen Praktikum konnte ich meinen Job bei den Hausengeln antreten.
Meine chronische Erkrankung sorgt leider dafür, dass ich meinen Alltag immer nach meinem aktuellen Befinden planen und organisieren muss. Das betrifft auch mein berufliches Leben. Fehltage waren und sind leider unvermeidbar. Da sich mein Gesundheitszustand seit 2012 immer weiter verschlechterte, versuchten wir gemeinsam mit Herrn Wenz eine Lösung zu finden, wie ich trotz meiner Erkrankung weiter am Berufsleben teilhaben kann. Gerade für chronisch kranke Personen ist der Berufsalltag eine wichtige soziale Komponente. Viele müssen leider viel zu früh Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen und ihren Arbeitsplatz aufgeben. Dies bedeutet auch, einen Großteil seines Lebens aufgeben zu müssen. Für mich undenkbar.

Herr Simon Wenz hat sich immer für mich stark gemacht. Auch seine Mutter und Mitbegründerin des Unternehmens, Doris Wenz, erkundigte sich oft nach meinem Gesundheitszustand und sprach mir mehrmals in schweren Zeiten Mut zu, so wie sie es auch bei den zu betreuenden Familien und Betreuungskräften häufig macht. In gemeinsamen Gesprächen wurde überlegt, wie wir für mich ein Arbeitsumfeld schaffen können, in dem ich trotz meiner Erkrankung arbeiten kann. Angefangen mit Reduzierung der Arbeitszeiten, Gleitzeit, einzelnes Büro ohne Kundenkontakt bis hin zum Home-Office. Dank des Home-Office in Kombination mit Gleitzeit haben wir eine Lösung gefunden, mit der beide Seiten voneinander profitieren. Meine Arbeitskraft bleibt dem Unternehmen erhalten, bei weniger Fehltagen. Und ich versuche, mit guter Arbeit diesen Vertrauensvorschuss zu kompensieren. Durch den Wegfall der Fahrtzeit und die häusliche Umgebung kann ich auch an "nicht so guten Tagen" arbeiten, an denen ich vorher die Fahrt an die Arbeit nicht geschafft hätte.

Hinter diesem Prozess steckt aber mehr, als man zunächst vermutet. Kollegen im gesamten Unternehmen waren gezwungen, ihre Abläufe anpassen. Es mussten neue Arbeitsprozesse entwickelt und umgesetzt werden. Auch das Vertrauen, welches mir seitens des Unternehmens entgegengebracht wird, ist nicht selbstverständlich. Für genau diesen Mut, Dinge auszuprobieren und bis zur Perfektion weiterzuentwickeln, steht das Familienunternehmen seit 12 Jahren.
Die Hausengel GmbH gewährt aber auch für alle Mitarbeiter immer wieder „Kleinigkeiten“, die als Arbeitgeber nicht selbstverständlich sind. So erhielt z. B. jeder Mitarbeiter eine kostenlose Jahresmitgliedschaft im Fitnessclub oder Zugang zu einem Mitarbeiter-Portal für Vergünstigungen bei anderen Unternehmen. Letztes Jahr überraschte Herr Wenz alle Mitarbeiter mit einer kostenlosen, privaten, betrieblichen Krankenzusatzversicherung. Geburtstage, Hochzeiten und andere familiäre Ereignisse werden mit einer persönlichen Karte inkl. großzügigem Gutschein honoriert. All dies zeigt, wie nah sich Mitarbeiter und Geschäftsführung sind.

2010 bestand das Unternehmen aus einem kleinen Kreis von Mitarbeitern. Die Arbeitsatmosphäre war daher sehr familiär. Auch heute, mit fast 200 Mitarbeitern an vielen Standorten in Deutschland und Europa, hat sich daran nichts geändert. Dafür sorgt die Offenheit gegenüber neuer Technik, die innerhalb des Unternehmens eingesetzt wird, um miteinander zu kommunizieren. Aber auch Team-Building-Maßnahmen und Schulungen der Führungskräfte helfen, das Betriebsklima stets zu optimieren. Vor wenigen Jahren wurde ein betriebliches Vorschlagswesen eingeführt, in dem jeder zur Verbesserung der Unternehmensstrukturen beitragen kann. Als Belohnung für seine Idee bekommt der Mitarbeiter ein kleines Dankeschön. Dies zeigt, wie wichtig jeder Mitarbeiter bei den "Hausengeln" ist. Jeder kann hier seinen Teil zum Erfolg beitragen.

Das spannende für mich ist, den Wachstum aus dem Blickwinkel der IT zu beobachten und zu betreuen: von den Anfängen mit einem kleinen Server bis heute zu einer kompletten Serverfarm im Rechenzentrum Frankfurt. Aus dem kleinen Familienunternehmen hat sich in den letzten 7 Jahren ein europaweit agierendes Unternehmen entwickelt. Die kleine IT-Verwaltung wurde zu einer eigenen Abteilung mit inzwischen 6 Mitarbeitern und eigenen Räumen.

Gerade hat die Stiftung Warentest die Hausengel getestet und sehr positives Feedback gegeben. Teil dieser Entwicklung zu sein macht mich stolz.
Aber wir sind noch lange nicht am Ende angekommen. Immer wieder werden neue Abläufe eingebunden und Umstrukturierungen vorgenommen, um noch besser und kundenorientierter arbeiten zu können und natürlich konkurrenzfähig zu bleiben. Wir versuchen gemeinsam als Team, neue Unternehmensbereiche zu eröffnen und auf dem Markt zu etablieren. Dies gelingt nur durch die Offenheit von Simon Wenz als Geschäftsführer, der jeden als Teil eines Ganzen betrachtet und viel Wert auf die Meinung und den Rat seiner Mitarbeiter legt. All das macht den Arbeitsalltag spannend und sorgt für Abwechslung.

Unser Motto "Wir haben Herz" gilt hier nicht nur für unsere Franchisenehmer, Familien und Dienstleister, sondern ebenfalls für alle Mitarbeiter. Ich bin dankbar, Teil eines solch tollen Teams zu sein und einen Geschäftsführer zu haben, der sich für jeden einsetzt und manchmal auch das scheinbar nicht Erreichbare möglich macht. Wir haben noch viel zu tun: Hausengel 2.0 – wir kommen!

Glücklich und zu 100 % wertgeschätzt

Sarah Kessler
Ich musste kürzlich im Rahmen meiner Weiterbildung zum Thema Personalentwicklung und der sog. "Zwei-Faktoren-Theorie" (einer bekannten Theorie zur Arbeitsmotivation) meine persönliche Arbeitssituation schildern. Dabei konnte ich ganz klar für mich selbst und auch stolz sagen, dass alle positiven Faktoren der "Zwei-Faktoren-Theorie" bei mir und meiner Arbeitssituation zutreffen:

Wie unser Hausengel-Slogan schon sagt, fühle ich mich "rundum versorgt" – glücklich und zu 100% wertgeschätzt von meinen Vorgesetzten.

Den direkten Erfolg des eigenen Handelns sehen können

Thomas Kappen
Warum ich gerne in meinem Beruf als Altenpfleger bei der Hausengel Pflegedienste GmbH tätig bin? Das ist ganz einfach. Pflegebedürftige Menschen unterstützen, um deren Selbständigkeit zu fördern, ist eine von vielen Motivationen, die mir an der Arbeit als Pflegekraft Spaß und Freude bereiten.

7 Gründe, warum ich gerne bei den Hausengeln arbeite

Laura Damm
Besonders gut gefällt mir das junge Team im Pflegedienst
Die Arbeit ist jeden Tag sehr abwechslungsreich
Man kann Probleme und neue Ideen gegenüber Vorgesetzten oder Kollegen immer offen ansprechen