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Diagnose Demenz

Informationen zu Symptomen, Folgen, Umgang und Pflegemöglichkeiten

Die Krankheit tritt schleichend ins Leben. Beinahe unauffällig legt sie einen Schleier des Vergessens über die Betroffenen und lässt sie in eine eigene Welt hinübergleiten. Angehörige merken zu Beginn oft nichts oder missdeuten die Veränderungen. Wie sie sich für den Erkrankten selbst anfühlt, was er erlebt, erinnert, durchleidet oder empfindet, ist für uns nicht greifbar.

Was bleibt von einem Menschen, wenn er seine Erinnerung verliert?

Wenn die Identität des geliebten Menschen langsam zerfällt, beginnt für alle Beteiligten eine schwere Zeit. Es ist eine Zeit des Loslassens, denn in der Welt der Demenz ziehen die altvertrauten Dinge neue Kreise. Erinnerungen an Lebende und Tote, Kindheit und Beruf, Gespräche und Träume vermischen sich zu einem Irrgarten, in dem der Erkrankte um Orientierung ringt. Gewohnte Routinetätigkeiten mutieren zu unlösbaren Aufgaben mit dem Ergebnis, dass sich der Betroffene auf lethargische Weise dem Alltagstrott hingibt.

Wir, die Angehörigen, erfassen das tatsächliche Ausmaß meist nur langsam. Haben wir es aber begriffen, sollten wir uns im Sinne des Erkrankten auf eine Entdeckungsreise in dessen Lebenswelt und subjektive Wahrnehmung einlassen, denn die Zeit, die noch bleibt, ist von unschätzbarem Wert.

Demenz – eine Krankheit, vor der viele Menschen Angst haben. In Deutschland müssen fast 2 Millionen Menschen ihren Alltag mit dieser Diagnose bewältigen. Dennoch besteht in den Köpfen oft nur eine vage Definition dessen, was Demenz eigentlich ist. Diese neurodegenerative Erkrankung kann schleichend auftreten und führt dazu, dass Betroffene im Verlauf der Zeit Unterstützung im Alltag benötigen. Daher wollen wir Sie möglichst umfassend über dieses Krankheitsbild und die Pflegemöglichkeiten informieren.

Wir möchten betonen, dass diese Informationen keine ärztliche Beratung ersetzen. Ziel ist es lediglich, Ihnen dabei zu helfen, sich mit dem Thema Demenz und pflegerischer Unterstützung auseinanderzusetzen. Bitte beachten Sie, dass diese Seite nicht zur Selbstdiagnose gedacht ist, sondern als Leitfaden, um sich mit den Herausforderungen von Demenz und den damit verbundenen Pflegeanforderungen vertraut zu machen.

Was ist Demenz? Ursachen, Anzeichen und Symptome

Was ist Demenz? Ursachen, Anzeichen und Symptome

Der Begriff „Demenz“ stammt aus dem Lateinischen und beschreibt einen Zustand, in dem der Patient eine Einschränkung seiner geistigen Fähigkeiten erleidet. Ursache ist in der Regel eine Erkrankung des Gehirns. Warum Menschen an Demenz erkranken, kann die Wissenschaft nicht mit absoluter Sicherheit beantworten. Verschiedene Faktoren können hierbei eine Rolle spielen, einschließlich genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren und Lebensstil. In der Forschung ist man bemüht, ein tieferes Verständnis der Ursachen von Demenz zu gewinnen, um eine bessere Behandlung zu ermöglichen. Es gibt viele verschiedene Formen von Demenz, wobei Alzheimer die häufigste ist. Die Symptome können variieren, aber sie beeinträchtigen im Allgemeinen Gedächtnis, Denkvermögen und soziale Fähigkeiten. Vorbeugende Maßnahmen, wie gesunde Ernährung, Bewegung und geistige Aktivitäten können das Risiko, an Demenz zu erkranken, möglicherweise verringern. Früherkennung und rechtzeitige Intervention können den Verlauf der Erkrankung verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

Ist Demenz das gleiche wie Alzheimer?

Nein, Demenz und Alzheimer sind nicht dasselbe, obwohl sie oft miteinander in Verbindung gebracht werden. Demenz ist ein Oberbegriff für eine Gruppe von Symptomen, die einen Rückgang der kognitiven Fähigkeiten und des Gedächtnisses beschreiben. Demenz kann durch verschiedene zugrunde liegende Erkrankungen verursacht werden, darunter auch die Alzheimer-Krankheit. Dementsprechend kann Demenz aus einer Vielzahl von Gründen auftreten, während die Alzheimer-Krankheit eine spezifische Form der Demenz ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Unterscheidung zwischen Demenz und Alzheimer-Krankheit für eine genaue Diagnose und Behandlung von großer Bedeutung ist. Wenn Sie Bedenken hinsichtlich kognitiver Beeinträchtigungen haben, sollten Sie einen medizinischen Fachmann aufsuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten.

Welche Formen von Demenz gibt es?
Sechs Würfel in einer Hand, auf denen die Buchstaben das Wort Demenz abbilden.

Welche Formen von Demenz gibt es?

Jeder zweite Deutsche hat Angst an Demenz zu erkranken. Und das nicht ohne Grund: Jeder Dritte über 80 Jahren ist von der Krankheit betroffen. Aktuell leiden in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen an einer Demenzerkrankung, bis 2050 wird ein Anstieg auf 2,6 Millionen prognostiziert. 



Weltweit sind etwa 46 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 131,5 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Die vielen Gesichter einer gefürchteten Krankheit

Auf dem Weg ins Vergessen zeigt Demenz viele Formen und Gesichter. Experten sprechen von etwa 50 verschiedenen Erkrankungen, die von Demenzsymptomen begleitet werden. Am bekanntesten ist die Demenz, die durch Alzheimer ausgelöst wird. Meist erkranken Menschen erst im höheren Alter an einer Demenz, manchmal jedoch schon während der Berufstätigkeit und in sehr seltenen Fällen sogar bereits als Kind (NCL = Neuronale Ceroid Lipofuszinose).

Wir möchten Ihnen die bekanntesten Demenzen hier einmal kurz erläutern.

Alte Dame mit Demenz blickt in die Ferne.
  1. Demenz aufgrund von Alzheimer-Krankheit: Die häufigste Form von Demenz (50-75% der Betroffenen) wird durch die Ansammlung von abnormalem Eiweiß im Gehirn verursacht, darunter Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Verwicklungen. Diese Ablagerungen stören die Kommunikation zwischen Gehirnzellen und führen zu ihrem Absterben. Ausgelöst wird das Ganze durch die Alzheimer-Krankheit.
     
  2. Gefäßbedingte Demenz: Die vaskuläre Demenz tritt auf, wenn Durchblutungsstörungen im Gehirn zu Schäden an den Blutgefäßen führen, was wiederum das Absterben von Gehirnzellen verursacht. Kleine Schlaganfälle oder Ischämien können dazu führen. Diese Form der Krankheit betrifft etwa 15-25% der Patienten.
     
  3. Lewy-Körperchen-Demenz: Hierbei sammeln sich in den Gehirnzellen sogenannte Lewy-Körperchen an, die aus abnormen Proteinen bestehen. Diese Ansammlungen stören die Funktion der Gehirnzellen und führen zu kognitiven und motorischen Beeinträchtigungen.
     
  4. Frontotemporale Demenz: Diese seltenere Form betrifft vor allem die frontalen und temporalen Bereiche des Gehirns, die für Verhalten, Persönlichkeit und Sprache verantwortlich sind. Es gibt verschiedene Unterarten dieser Demenz, die durch abnorme Ansammlungen von Proteinen oder genetische Mutationen verursacht werden können.
     
  5. Parkinson-Demenz: Bei einigen Menschen mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit können sich im Laufe der Zeit kognitive Beeinträchtigungen entwickeln. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Orientierungsprobleme und Abnahme der Gedächtnisleistung.

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

Wenn Proteine im Gehirn außer Kontrolle geraten

Diese seltene und schwerwiegende Erkrankung wird durch abnorme Proteine, sogenannte Prionen, im Gehirn verursacht. Sie ist keine direkte Form von Demenz, kann aber zu dieser und anderen neurologischen Symptomen führen.
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zeichnet sich durch eine schnelle Progression aus, die mit einer signifikanten Beeinträchtigung der motorischen Fähigkeiten einhergeht. Patienten können Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und in den späten Stadien sogar beim Atmen haben.
Obwohl es derzeit keine Heilung für die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gibt, stehen Therapien zur Verfügung, um die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Eine pflegebedürftige Person setzt ein Puzzle zusammen, das eine weiße Kopfkontur darstellt. Noch nicht eigesetzte Puzzleteile im Gehirn-Arreal könnten hier auch als Symbol für eine Demenz verstanden werden.
Was bleibt?
»Was bleibt von einem Menschen, wenn er seine Erinnerung verliert? Was bedeutet es für die Kinder, den Partner, wenn noch vor dem geliebten Menschen die Liebe verlöscht – weil sie vergessen wird?«
Britta Heidemann in einer Rezension zu Arno Geiger: "Der alte König in seinem Exil", WAZ vom 03.02.2011
Welche Faktoren erhöhen das Risiko, an Demenz zu erkranken?

Welche Faktoren erhöhen das Risiko, an Demenz zu erkranken?

Wie bereits erwähnt, gibt es keine einzelne, beweisbare Ursache dafür, dass Menschen an Demenz erkranken. Manchmal wünscht man es sich fast, dass man den Finger auf einen Punkt legen könnte und Gewissheit hätte. Für viele würde es den Umgang mit der Krankheit erleichtern oder die Angst lindern, selbst daran zu erkranken. Der Wunsch, Demenz vorzubeugen, ist groß, doch noch besteht diese Möglichkeit nicht, genauso wenig wie eine effektive Behandlung. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die das Risiko einer Demenzerkrankung erhöhen können und einige davon sind beeinflussbar. Doch bitte seien Sie sich bewusst, dass jeder an Demenz erkranken kann.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Vorhandensein von Risikofaktoren nicht zwangsläufig bedeutet, dass jemand an Demenz erkranken wird. Ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, geistige Stimulation und die Kontrolle von Gesundheitszuständen wie Bluthochdruck und Diabetes können jedoch dazu beitragen, das Demenzrisiko zu reduzieren oder zumindest zu verzögern.

Zwei ältere Menschen joggen nebeneinander her. Das Bild ist eine Metapher für Bewegung als eine Möglichkeit zur Minimierung der Risikofaktoren für eine Demenz.
  1. Alter: Menschen über 65 Jahren haben ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Das Risiko steigt mit jedem weiteren Lebensjahrzehnt deutlich an.
     
  2. Genetik: Eine Familiengeschichte von Demenz kann das Risiko erhöhen, insbesondere wenn nahe Verwandte wie Eltern oder Geschwister betroffen sind. Es gibt auch genetische Mutationen, die mit bestimmten Formen von Demenz in Verbindung stehen.
     
  3. Geschlecht: Frauen haben aufgrund einer höheren Lebenserwartung ein etwas höheres Risiko für Demenz im Vergleich zu Männern.
     
  4. Vaskuläre Risikofaktoren: Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie hoher Blutdruck, Diabetes, hoher Cholesterinspiegel und Adipositas erhöhen das Risiko von Gefäßschäden im Gehirn, die zu vaskulärer Demenz beitragen können.
     
  5. Lebensstilfaktoren: Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung und geringe geistige Aktivität können das Demenzrisiko erhöhen.
     
  6. Kopfverletzungen: Schwerere Kopfverletzungen, insbesondere wiederholte Verletzungen wie sie im Boxsport auftreten, können das Demenzrisiko erhöhen.
     
  7. Schlafstörungen: Langfristige Schlafstörungen können das Risiko für Demenz erhöhen.
Was sind die Symptome von Demenz?

Was sind die Symptome von Demenz?

Die Symptome bei Demenzerkrankten unterscheiden sich natürlich von Fall zu Fall, doch es gibt einige Anzeichen, die sehr häufig auftreten und die Sie veranlassen sollten, ärztlichen Rat einzuholen.

Eine Person im Rollstuhl blickt aus dem Fenster und hat dem Betrachter dabei den Rücken zugewandt. Das Bild ist als Metapher für beginnende Depressionen zu verstehen, die eine Begleiterscheinung von Demenz-Diagnosen sein können.

Depressionen bei Demenzerkrankungen

In den ersten Phasen einer Demenzerkrankung ist es für Betroffene besonders schwer zu akzeptieren, dass eingeschränkte Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten ihre Lebensmöglichkeiten verändern. Viele verfallen im Anfangsstadium in eine Depression, die in Kombination mit der Demenz die körperlichen Einschränkungen verstärkt.

Während bei einer Depression der Antrieb zu einem noch möglichen Handeln fehlt, geht bei einer Demenz die Fähigkeit zum Handeln verloren. Besonders in der ersten Phase versuchen Betroffene ihre Alltagsprobleme vor anderen zu verstecken und zu verleugnen. Bei einer Depression sieht es anders aus. Erkrankte klagen häufig eindringlich über ihre Lebensprobleme, die mit der Demenzerkrankung einhergehen.

Gedächtnis- und Motorikprobleme

Ein frühes Anzeichen von Demenz ist oft eine Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses. Betroffene können Schwierigkeiten beim Erinnern von Namen, Terminen und alltäglichen Informationen haben. Auch kann es zu motorischen Störungen kommen, die zunächst meist Gang und Haltung beeinflussen.

Verwirrung und Desorientierung

Menschen mit Demenz können sich in vertrauter Umgebung verirren, selbst wenn sie diese eigentlich kennen wie ihre Westentasche. Der Orientierungssinn nimmt ab, was zu Verwirrung und erheblichen Unterbrechungen des Alltags führen kann.

Wortfindungsstörungen

Demenz kann zu Problemen in der Sprache und Kommunikation führen. Wer an Demenz leidet, dem fällt es häufig schwer, Wörter zu finden oder klare Sätze zu bilden.

Veränderungen in Verhalten und Persönlichkeit

Demenz kann Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angst oder Depression zur Folge haben, oft bedingt durch die anderen Symptome. Die Persönlichkeit einer Person kann sich im Verlauf der Erkrankung verändern.

Leben mit Demenz

Demenz macht sich oft schleichend bemerkbar. Sich zu erinnern, zu orientieren oder angemessen zu reagieren, fällt Betroffenen zunehmend schwer. Schreitet die Erkrankung weiter voran, können Menschen mit Demenz ihren Alltag immer weniger allein bewältigen. Wie erleben Menschen mit Demenz und ihre Angehörige diese Situation? Wir haben ein kleines Video zusammengestellt, welches beispielhaft zeigt, wie Betroffene und Angehörige bei Diagnose Demenz damit umgehen können.

Was tun bei Verdacht auf Demenz?

Was tun bei Verdacht auf Demenz?

Umgang mit Betroffenen

Wenn Sie denken, dass jemand, den Sie kennen, Anzeichen von Demenz entwickelt, ist es wichtig, einfühlsam und unterstützend zu handeln. Zunächst kann es helfen, sich umfassend über die Krankheit zu informieren, um unnötigen Ängsten und Falschinformationen von vornherein vorzubeugen.

Wenn Sie eine enge Beziehung zur betroffenen Person haben, suchen Sie die Verbindung und sprechen Sie einfühlsam und respektvoll über Ihre Beobachtungen. Drücken Sie Ihre Besorgnis aus und bieten Sie Ihre Unterstützung an. Die befürchtete Diagnose Demenz kann ein wahrer Schock sein, der Menschen zutiefst erschüttert. Sofort stellen sich Befürchtungen, Unsicherheiten, vielleicht sogar Panik ein. Seien Sie da, helfen Sie zu verstehen und beruhigen Sie. Je besser Sie sich selbst vorab informiert haben, desto ruhiger können Sie selbst bleiben.

Niemand möchte überrumpelt werden, daher ist es nicht zielführend, bereits vorab einen Arzttermin zu vereinbaren und den Betroffenen vor vollendete Tatsachen zu stellen. Demenz bedeutet oft Kontrollverlust, daher ist es unglaublich wichtig, diesen nicht schon vorwegzunehmen. Empfehlen Sie eine ärztliche Untersuchung und ermutigen Sie die betroffene Person, einen Arzt aufzusuchen, um Gewissheit zu erhalten.

Wenn die betroffene Person zustimmt, können Sie anbieten, an den Arztterminen teilzunehmen. Zur Vorbereitung bietet es sich an, in einem Gespräch einmal alle Fragen aufzuschreiben, die nun im Raum stehen, damit diese während des Termins nicht vergessen werden.

Sollte sich der Verdacht bestätigen und die Diagnose Demenz erfolgen, ist es wichtig, ein soziales Netz zu aktivieren oder aufzubauen, das den Betroffenen auffängt, das Halt, Sicherheit und Geborgenheit bietet. Zudem sollten Sie frühzeitig über zukünftige Pflege- und Unterstützungsmöglichkeiten nachdenken. Dies kann die Auswahl geeigneter Betreuungsoptionen und die Vorbereitung von rechtlichen Dokumenten wie Vorsorgevollmachten beinhalten.

Es ist wichtig, einfühlsam und respektvoll vorzugehen, da die Diagnose und der Umgang mit Demenz für alle Beteiligten eine Herausforderung darstellen. Je mehr Unterstützung und Verständnis Sie bieten, desto besser wird die betroffene Person mit dieser neuen Realität umgehen können.

Eine Angehörige spricht behutsam mit einem an Demenz erkranten älteren Mann, der auf einer Couch sitzt.

Hörtipp von Hausengel:

Der Demenz-Podcast

Der sehr hörenswerte Demenz-Podcast der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. richtet sich an alle Menschen, die sich mit Demenz beschäftigen. Jeden Monat wird ein anderes Thema in einer halben Stunde kompakt aufbereitet.

In Folge 57 zum Beispiel geht es um »Resilienz bei pflegenden Angehörigen«. Hier kommen Angehörige zu Wort und berichten, wie sie mit der neuen Lebenssituation umgegangen sind.

Denn das Leben geht weiter, nur sehr anders. Manche Menschen sind auch an der Situation gewachsen und dankbar daraus hervorgegangen, weil sie mit den guten und schlechten Zeiten die ganze Tiefe des menschlichen Daseins erlebt haben.

Ablauf einer Demenz-Erkrankung

Ablauf einer Demenz-Erkrankung

Der Ablauf einer Demenzerkrankung kann je nach dem spezifischen Typ der Demenz und den individuellen Umständen variieren. Einige Menschen können schneller voranschreitende Symptome haben, während andere eine langsamere Entwicklung zeigen. Die genaue Dauer jeder Phase ist ebenfalls sehr unterschiedlich, eine Alzheimer-Erkrankung verläuft beispielsweise anders, als eine frontotemporale Demenz. Allerdings gibt es bestimmte Phasen und allgemeine Muster, die bei vielen Demenzformen auftreten. Wir möchten Ihnen diese kurz skizzieren.

Eine offene Spülmaschine mit Pantoffeln darin. Das Bild kann als typisches Beispiel aus dem Alltag mit einem an Demenz erkrankten Menschen verstanden werden.

Frühstadium

In dieser Phase können die Symptome subtil sein und oft mit normaler altersbedingter Vergesslichkeit verwechselt werden. Anzeichen wie leichte Gedächtnislücken, Wortfindungsprobleme oder kleine Veränderungen im Verhalten können auftreten. Die betroffenen Menschen sind in der Regel in der Lage, alltägliche Aktivitäten weitgehend selbstständig zu bewältigen.

Mittelstadium

In dieser Phase werden die Symptome deutlicher und schwerwiegender. Gedächtnisprobleme treten vermehrt auf, und die betroffene Person kann sich an wichtige Ereignisse oder Menschen nicht mehr erinnern. Verwirrung über Ort und Zeit nehmen zu. Alltägliche Aufgaben wie das Anziehen, Essen und Körperpflege sind kaum noch allein zu bewältigen. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Verhaltensänderungen sind nun keine Seltenheit und sollten Angehörigen als Alarmsignale dienen.

Spätstadium

Im fortgeschrittenen Stadium der Demenz sind die kognitiven Fähigkeiten stark beeinträchtigt. Die betroffene Person kann ihre Umgebung nicht mehr erkennen, hat Schwierigkeiten, zu kommunizieren und kann auch physisch eingeschränkt sein. Die Fähigkeit zu sprechen, zu essen und sich selbstständig zu bewegen, kann verloren gehen. Pflege und Unterstützung durch andere sind in dieser Phase meist rund um die Uhr erforderlich.

Typische Gesprächssituation von Arzt und Patient, wie sie auch bei einer Demenz-Diagnose stattfindet.

Hilfe und Unterstützung bei Demenz

So weh es tut: Es gibt noch keine Behandlung, die Demenz heilen könnte. So bleibt nur, Erkrankten ihre Lebenszeit zu erleichtern, ihre Beschwerden zu lindern und sie so anzunehmen, wie sie sind. Die Pflege einer Person mit Demenz erfordert Geduld, Verständnis und Anpassungsfähigkeit, da sich die Bedürfnisse der betroffenen Person im Laufe der Zeit ändern können. Es ist ratsam, professionelle Unterstützung von Ärzten, Pflegekräften, Ehrenamtlichen und Selbsthilfegruppen in Anspruch zu nehmen, um den bestmöglichen Umgang mit der Erkrankung für alle Beteiligten zu gewährleisten.

Was tun nach der Diagnose Demenz?

Was tun nach der Diagnose Demenz?

Erste Schritte, um Unterstützung zu erhalten

Kontaktaufnahme zur Pflegekasse

Wenn ein Arzt eine Demenzerkrankung festgestellt hat, sollten entweder der Betroffene selbst oder Angehörige, die sich um ihn kümmern, so bald wie möglich die Pflegekasse kontaktieren. Denn durch die in Deutschland verpflichtende Pflegeversicherung bestehen Ansprüche auf Leistungen und Unterstützung.

Feststellung des Pflegegrads

Um Unterstützungen wie beispielsweise Pflegegeld zu erhalten, muss zunächst der Pflegegrad des Betroffenen festgestellt werden, da sich fast alle Leistungen danach bemessen. Dies geschieht durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MD) oder durch die MEDICPROOF GmbH, je nachdem ob man gesetzlich oder privat versichert ist.

Beantragung von Leistungen

Wurde der Pflegegrad bestimmt, können verschiedene Leistungen wie Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Pflegehilfsmittel oder Entlastungsgeld beantragt werden. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über alle Pflegeleistungen und entscheiden Sie, welche in Ihrer individuellen Situation gewünscht und benötigt werden.

Regelmäßige Überprüfung

Durch die Pflegekasse wird regelmäßig geprüft, ob sich der Zustand des Betroffenen verändert und die Leistungen dementsprechend angepasst werden müssen. Da bei einer Demenz leider mit einer fortschreitenden Verschlechterung des Zustandes zu rechnen ist, wird im Laufe der Zeit oft der Pflegegrad erhöht. Dies bedeutet aber zumindest, dass Leistungen in höherem Umfang beantragt werden können.

Pflege bei Demenz: Möglichkeiten und Optionen

Pflege bei Demenz: Möglichkeiten und Optionen

An Demenz erkrankte Menschen sind keine einheitliche Gruppe, sondern Individuen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen, Kompetenzen, Defiziten und sozialen Situationen. Daher müssen Demenzerkrankte immer individuell betreut werden.

Die meisten Menschen, die im Alter an Demenz erkranken, erhalten Unterstützung von Ehepartnern, erwachsenen Kindern oder anderen Angehörigen. Für die Betreuenden bringt das viele Schwierigkeiten mit sich und ist alleine kaum zu schaffen. Es gibt inzwischen eine große Zahl von Beratungsangeboten und unterschiedlichen Unterstützungsformen, die bei der Gestaltung und Durchführung der häuslichen Betreuung einbezogen werden können.

Eine ältere Frau hat dem Betrachter den Rücken zugewandt und betrachtet alte Fotos. Das Bild kann als Metapher für die Vermischung von alten Erinnerungen und Gegenwärtigem verstanden werden, wie sie bei Demenz-Erkrankten häufig auftritt.

Häusliche Pflege

Viele Menschen mit Demenz bleiben in den frühen Stadien der Erkrankung gerne in ihrer vertrauten Umgebung. Angehörige oder professionelle Pflegekräfte können bei der häuslichen Pflege unterstützen, indem sie bei täglichen Aufgaben wie Kochen, Putzen oder Waschen helfen. Aber auch kleine medizinische Notwendigkeiten, wie beispielsweise die Einnahme von Medikamenten, können dazu gehören

Ambulante Pflegedienste

Professionelle Pflegedienste können im häuslichen Umfeld Unterstützung bei der Körperpflege, Medikamentengabe und anderen Aktivitäten des täglichen Lebens bieten. In der Regel werden feste Termine ausgemacht, zu denen das Pflegepersonal den Erkrankten zu Hause besucht.

Tagespflege

Tagespflegeeinrichtungen bieten Betreuung und soziale Aktivitäten für Demenzkranke während des Tages. Dies entlastet Angehörige und gibt der betroffenen Person die Möglichkeit, in einer sicheren Umgebung an einem strukturierten und begleiteten Alltag teilzuhaben.

Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Diese Form der Pflege bietet vorübergehende Unterstützung, um pflegende Angehörige zu entlasten, zum Beispiel während eines Urlaubs oder einer Erkrankung der Hauptbetreuungsperson.

Pflegeheime

In fortgeschrittenen Stadien der Demenzerkrankung, wenn die Betreuung zu Hause nicht mehr ausreicht oder möglich ist, kann ein Umzug in ein spezialisiertes Pflegeheim in Erwägung gezogen werden. Diese Einrichtungen bieten eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung und Unterstützung.

Palliativpflege

In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung kann die Palliativpflege in Erwägung gezogen werden, um die bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten und Komfort zu bieten.

Wohngemeinschaften für Demenzkranke

In diesen spezialisierten Einrichtungen finden mehrere Demenzkranke in einer Wohngemeinschaft, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, ein gemeisames Zuhause. Professionelle Betreuung und Pflege sind vorhanden.

In der Krankheit sein, aber im Leben bleiben
»Wie geht man um mit der Angst, der fiesen Gefährtin. Wie schafft man die Balance, in der Krankheit zu sein und im Leben zu bleiben. [...] Wie schmal ist der Grat zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, wann wird aus Zuwendung Herrschsucht, wann enden Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung. Wann wird Aufopferung erbarmungslos.«
Gabriele von Arnim: »Das Leben ist ein vorübergehender Zustand«, 2021, S. 31
Demenz und Pflege zu Hause

Demenz und Pflege zu Hause

Die Situation in Deutschland

Auch wenn gegenwärtig keine Heilung der Krankheit möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung und fachkundige Pflege den Betroffenen und ihren Angehörigen geholfen werden. Zwei Drittel der etwa 1,6 Millionen Demenzkranken in Deutschland leben in privaten Haushalten. Fast alle möchten so lange wie möglich in der vertrauten Wohnung und Nachbarschaft bleiben.

Wer sich entscheidet, eine demenzkranke Person zu pflegen und zu betreuen, übernimmt eine große Aufgabe, die viele Herausforderungen bereithält. Doch sie erfüllt dem Betroffenen oft auch einen seiner größten Wünsche: zu Hause im vertrauten Umfeld bleiben und dabei ein Stück Normalität behalten.

Ein älteres Paar sitzt gemeinsam auf einem Sofa zu Hause und schaut sich etwas auf einem Handy an.

Das muss beachtet werden


Unterstützung und Pflegleistungen in Anspruch nehmen
Wichtig ist, sich vorab klar zu machen, was auf Pflegepersonen zukommt und mit welchen Situationen zu rechnen ist. Zudem sollten natürlich die oben bereits genannten Unterstützungsangebote beachtet werden.

Alltagsstrukturen schaffen
Menschen mit Demenz profitieren von einer klaren Struktur und Routine im Tagesablauf. Dies kann ihnen dabei helfen, sich sicherer zu fühlen und das Verhalten zu stabilisieren. Dementsprechend ist es toll, wenn die pflegende Person es schafft, eine solche Routine zu etablieren.

Bewegungsdrang stillen
Oft kommt es vor, dass Betroffene körperlich unruhig sind und ständig von Raum zu Raum gehen oder gar weglaufen möchten. Für Angehörige und Pflegende ist diese Verhaltensart nur schwer nachzuvollziehen. Die Ursachen für einen verstärkten Bewegungsdrang können sehr vielfältig sein, doch manchmal schafft schon ein kurzer Spaziergang Abhilfe. Zu den typischen Ursachen gehören:

  • Innere Anspannung
  • Nervosität (meist durch pathologische Veränderungen im Gehirn)
  • Langeweile
  • Das Gefühl, am falschen Ort zu sein
  • Angstzustände
  • Schmerzen
  • Erinnerungen an früheres Handeln (zur Arbeit gehen, zur Schule gehen usw.)

Kommunikation anpassen
Wie bereits beschrieben, kann es für an Demenz erkrankte Personen zunehmend schwerer werden, komplizierte Sätze zu verstehen oder selbst zu formulieren. Sprechen Sie daher am besten in einfachen und klaren Sätzen. Vermeiden Sie es, zu viele Fragen zu stellen, denn dies kann schnell überwältigend wirken und die Betroffenen hilflos zurücklassen, wenn sie diese nicht beantworten können.

Sicherheit geben
Mit fortschreitender Schädigung des Gehirns geht meist eine Beeinträchtigung der Motorik einher. Das kann gefährlich werden, weshalb Sie darauf achten sollten, dass Gefahrenquellen in der Wohnung eliminiert werden. Entfernen Sie Stolperfallen, sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung und installieren Sie bei Bedarf Tür- und Fenstersicherungen.

Aktivitäten fördern
Aktivitäten für Demenzkranke sollten an ihre individuellen Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse anknüpfen. Dabei geht es nicht nur um geistige Stimulation, sondern auch darum emotionale und soziale Verbindungen zu fördern. War der Betroffene leidenschaftlicher Musiker? Dann macht es ihm vielleicht Freude, sich ein Musikstück anzuhören oder selbst noch einmal das Instrument in der Hand zu halten. Auch Kunst, Backen, Kochen, Handwerk, Gartenarbeit oder einfach das Schwelgen in Erinnerungen können helfen, mit der Krankheit umzugehen.

Zukunft planen
Es ist nicht einfach, sich damit auseinanderzusetzen, dass es für Demenz keine Heilung gibt und dass die Krankheit in der Regel immer mehr Einschränkungen für die betroffene Person bedeutet. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit der Zukunft und rechtlichen, finanziellen und medizinischen Hürden auseinanderzusetzen.

Auszeiten nehmen
Auch Pflegende brauchen Pausen! Es ist wichtig zu wissen, dass Sie nicht alleine sind und Unterstützung verfügbar ist. Die Pflege eines Demenzkranken erfordert Geduld, Anpassungsfähigkeit und Liebe. Zögern Sie daher nicht, sich eine Auszeit zu nehmen, wenn Sie merken, dass Sie nicht mehr können. Nur wer selbst gesund ist, kann Pflege übernehmen. Die Pflegekasse bietet auch Leistungen für Angehörige, über die Sie sich informieren sollten.

Fazit

Verhaltensempfehlungen gibt es viele. Sie im Falle einer Demenz-Pflege zu Hause immer einzuhalten, bleibt hingegen eine Herkulesaufgabe, die große Hingabe und Einfühlungsvermögen erfordern. Statt den Betroffenen ruhig zu stellen, sollte man als Angehöriger oder Pflegender stets den Bedürfnissen nachgehen und beispielsweise einen kurzen gemeinsamen Spaziergang machen, wenn der Bewegungdrang groß ist. Aber ist das immer möglich und sind die Urachen für den plötzlich auftretenden Drang überhaupt erkennbar? Langweilt sich der Betroffene oder hat er Schmerzen? Ursachen erkennen und anschließend das Richtige tun, sind eine Sache, die nötige Gelassenheit und erforderliche Zeit in die Situation einzubringen, eine andere. Missverständnisse befördern nicht selten aggressives Verhalten.

Überhaupt bewegt man sich auf einem schmalen Grat. »Wie geht man um mit der Angst, der fiesen Gefährtin«, schreibt Gabriele von Arnim in ihrem wunderbaren Buch Das Leben ist ein vorübergehender Zustand. »Wie schafft man die Balance, in der Krankheit zu sein und im Leben zu bleiben. [...] Wie schmal ist der Grat zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, wann wird aus Zuwendung Herrschsucht, wann enden Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung. Wann wird Aufopferung erbarmungslos.«

Demenz und Pflegegeld

Pflegegrad erfolgreich beantragen

Mit dem Pflegestärkungsgesetz 2 wurde 2017 die Pflegebedürftigkeit neu definiert. Pflegebedürftige Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen werden nun den körperlich Beeinträchtigten gleichgestellt. Davon profitieren seither insbesondere Menschen mit einer demenziellen Erkrankung. Um Pflegegeld und ggf. andere Leistungen zu erhalten, muss aber aktiv ein Antrag gestellt werden. Wie Sie diesen erfolgreich stellen und welche Leistungen Sie im Detail erwarten können, erfahren Sie in unserem Ratgeber über Pflegegrade.

Ein Mann sitzt auf einem Sofa und reibt sich angestrengt die Nasenflügel. Das Foto symbolisiert das Erreichen der Belastungsgrenze, wie es häufig bei der Pflege von an Demenz erkrankten Angehörigen geschieht.

Nicht vergessen: Auf sich selbst achten!

Es ist wichtig, die Pflegeoptionen sorgfältig zu prüfen. Dabei sollten die Bedürfnisse der Demenzkranken stets im Fokus stehen. Doch auch die Fähigkeiten und Ressourcen der Betreuenden gilt es zu berücksichtigen. Denn so gerne man auch für ein Familienmitglied bestmöglich sorgen möchte, irgendwann kann diese Verantwortung zu einer erdrückenden Last werden. Gerade bei fortschreitenden Krankheiten wie Demenz sollte man daher ab und an innehalten und schauen, wie es einem selbst geht und ob man seine Belastungsgrenze erreicht hat.

Demenz: Pflege durch einen Pflegedienst

Demenz: Pflege durch einen Pflegedienst

Demenz ist eine Krankheit, die alle Betroffenen schwer belasten kann und daher ist es absolut keine Schande und nur vernünftig, sich Hilfe zu holen. Dies kann zum Beispiel durch Pflegekräfte erfolgen. So kann der Erkrankte oft länger im eigenen zu Hause bleiben und erfährt trotzdem die Pflege und Hilfe, die er benötigt. Wichtig bei der Auswahl der Pflegekraft oder der Pflegekräfte ist, jemanden zu finden, der einfühlsam und liebevoll auf die Bedürfnisse seines Schützlings eingeht. Außerdem sollte er oder sie natürlich die nötigen Fachkenntnisse mitbringen.

Die Pflegekraft sollte sich stets darauf einstellen, dass die Wünsche und Fähigkeiten der betroffenen Person im Laufe der Zeit variieren können. Flexibilität, Empathie und Geduld sind wesentliche Eigenschaften einer Pflegekraft, die bei Demenz betreut. Darauf sollten Sie bei der Auswahl einer Pflegekraft also unbedingt achten.

Eine jüngere Pflegekraft oder pflegende Angehörige und eine ältere Pflegebedürftige Seniorin umarmen sich und lächeln gemeinsam.
Wo finde ich weitere Informationen?

Wo finde ich weitere Informationen?

Anlaufstellen, hilfreiche Internetseiten, Beratung, Literatur

deutsche-alzheimer.de

Die "Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. (DAlzG)" ist eine gemeinnützige Organisation in Deutschland, die sich auf die Unterstützung von Menschen mit Demenz, ihren Familien und Angehörigen spezialisiert hat. Die DAlzG wurde 1989 gegründet und ist in verschiedene Landesverbände unterteilt, die regional tätig sind. Auf ihrer offiziellen Website finden sich umfassende Informationen über Demenz, Forschung, Pflege, rechtliche Aspekte und viele weitere Themen.
www.deutsche-alzheimer.de

bundesgesundheitsministerium.de

Das Bundesgesundheitsministerium stellt auf seiner Internetseite eine Vielzahl an Informationen zu verschiedenen Krankheitsbildern bereit, darunter natürlich auch die Demenz. Die Texte können hier auch in leichter Sprache gelesen oder in Gebärdensprache gezeigt werden. Ziel ist es, allen Menschen, egal ob betroffen oder nicht, die Möglichkeit zu geben, sich neutral und sachkundig über das Thema Demenz zu informieren.
www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/online-ratgeber-demenz.html

hausengel.de

Die Krankheit verändert sich im Verlauf. Zu Beginn sind die Betroffenen noch weitgehend selbstständig. In späteren Stadien benötigen sie jedoch zunehmend Hilfe, bis sie schließlich ihre Bedürfnisse kaum noch ausdrücken können und eine einfühlsame Begleitung brauchen. Isolation und eine fremde Umgebung verstärken die Demenz häufig. Eine persönliche Pflege in kleineren Einheiten wie beispielsweise Demenz-Wohngemeinschaften oder die 1:1-Betreuung in der häuslichen Versorgung durch eine Betreuungskraft können den Bedürfnissen der Erkrankten besser gerecht werden. Entscheidend sind der persönliche Kontakt und ein liebevoller Umgang. Situationen von gefühlter Einsamkeit und Hilflosigkeit kann so besser begegnet werden.

Die Hausengel sind in allen Phasen an Ihrer Seite – vertrauensvoll und kompetent. Sie kennen sich mit den Facetten einer Demenzerkrankung aus und wissen worauf es ankommt, denn über 50 % der von Hausengel betreuten Menschen sind an Demenz erkrankt. Hausengel garantiert Unterstüzung an jeder Stelle, von der Beantragung des Pflegegrades über die ambulante Pflege bis hin zur Betreuung in der vertrauten Umgebung durch qualifizierte Betreuungs­kräfte.
www.hausengel.de

Wichtige Anlaufstellen in der Übersicht:

Deutsche Alzheimer Gesellschaft
www.deutsche-alzheimer.de

Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend
www.wegweiser-demenz.de

Broschüren zum Download:

www.deutsche-alzheimer.de/publikationen/broschueren

Literatur:

  • Maier, Schulz, Weggen, Wolf: »Alzheimer & Demenzen verstehen: Diagnose, Behandlung, Alltag, Betreuung«
  • Marion Jettenberger: »Sprechstunde Demenz: 111 Fragen & Antworten«
  • Ulrike Strätling: »Als die Kaffeemühle streikte: Geschichten zum Vorlesen für Demenzkranke«
  • David Sieveking: »Vergiss mein nicht: Wie meine Mutter ihr Gedächtnis verlor und ich meine Eltern neu entdeckte«
  • Arno Geiger: »Der alte König in seinem Exil«
  • Huub Buijssen: »Die magische Welt von Alzheimer: 30 Tipps, die das Leben mit Demenzkranken leichter und erfüllter machen«
Eine Lupe als Symbolbild für ein Quellenverzeichnis

Weiterführende Informationen zu Krankheitsbildern

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