Pflegefall – was tun?

Oft geht es ganz schnell: Ein Sturz, ein Unfall, eine Krankheit, und plötzlich ist der Pflegefall da. Oder es war schon längere Zeit abzusehen, aber nun kann Ihr Angehöriger den Alltag nicht mehr allein bewältigen.

Schritt 1: Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung stellen

Ansprechpartner der Pflegekassen ist im Pflegefall die jeweilige Krankenkasse des Versicherten, für knappschaftlich Versicherte die Bundesknappschaft. Stellen Sie den Antrag möglichst zeitnah und in schriftlicher Form. Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige in den letzten zehn Jahren vor der Antragstellung mindestens zwei Jahre als Mitglied oder Familienangehöriger in der Pflegeversicherung versichert war (§33 Absatz 2 SGB XI). Antragsvordrucke gibt es bei den meisten Krankenkassen. Ihr bisheriger Ansprechpartner kann Ihnen weiterhelfen. Gerne unterstützen auch wir Sie dabei!

Schritt 2: Sich beraten lassen

Pflegestufe, Sachleistungen, Verhinderungspflege – lassen Sie sich beraten und finden Sie gemeinsam mit uns die beste Lösung: Beratung im Pflegefall bieten Ihnen Ihre Krankenkasse, Pflegestützpunkte und die zertifizierten Pflegeberater der Hausengel. Sie können sich jederzeit an uns wenden! Unsere bundesweite Pflegeberatung ist kostenlos, ebenso wie Schulungskurse für pflegende Angehörige.

Schritt 3: Den Pflegebedarf ermitteln

Wie Ihr Angehöriger künftig am besten versorgt werden kann und welche Unterstützung (Pflegegrad) er erhält, richtet sich nach dem individuellen Pflegebedarf. Dieser kann von stundenweiser Hilfe im Alltag bis hin zur 24h-Intensiv-Betreuung reichen. Dokumentieren Sie im Detail und minutengenau, wie häufig welche Unterstützung wobei benötigt wird. Einen Vordruck für ein solches Pflegetagebuch stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Schritt 4: Ambulant oder stationär – welche Versorgungsform ist die richtige?

Eine der schwersten Entscheidungen ist sicher die Wahl der Pflegeform, die in Ihrer Situation optimal ist. Die meisten Menschen möchten auch im Pflegefall selbstbestimmt leben und in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Ob das eigene Zuhause oder eine Pflegeeinrichtung die richtige Wahl ist, hängt vom Pflegebedarf, von der individuellen und der familiären Situation ab. Hier gilt es genau zu prüfen, inwieweit die Pflege durch pflegende Angehörige, mit Unterstützung oder vollständig durch einen ambulanten Pflege- und/oder Betreuungsdienst übernommen werden kann. Auch hier stehen wir Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Ganz wichtig:
Seit dem 1.1.2016 haben Angehörige einen eigenen Anspruch auf Beratung –
diesen erfüllen wir bei Hausengel unkompliziert und schnell.