Diagnose Demenz

Die Krankheit tritt schleichend ins Leben. Beinahe unauffällig legt sie einen Schleier des Vergessens über die Betroffenen und lässt sie in eine eigene Welt hinübergleiten. Angehörige merken häufig nichts oder missdeuten die Veränderungen. Wie sie sich für den Erkrankten selbst anfühlt, was er erlebt, erinnert, durchleidet oder empfindet, ist für uns nicht greifbar.

Diagnose Demenz

Demenz auf dem Vormarsch – die Situation in Deutschland

 

Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung und fachkundige Pflege den Betroffenen und ihren Angehörigen geholfen werden. Zwei Drittel der etwa 1,6 Millionen Demenzkranken in Deutschland leben in privaten Haushalten. Fast alle möchten so lange wie möglich in der vertrauten Wohnung und Nachbarschaft bleiben.

Die meisten erhalten Unterstützung von Ehepartnern, erwachsenen Kindern oder anderen Angehörigen. Für die Betreuenden bringt das viele Schwierigkeiten mit sich und ist alleine kaum zu schaffen. Es gibt inzwischen eine große Zahl von Beratungsangeboten und unter­schiedlichen Unterstützungsformen, die bei der Gestaltung und Durchführung der häuslichen Betreuung einbezogen werden können.

Die Hausengel helfen Ihnen in allen Verlaufsphasen!

 

Die Krankheit verändert sich im Verlauf. Zu Beginn sind Betroffene weitgehend selbstständig, haben noch viele Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. In späteren Stadien benötigen sie immer mehr Unterstützung. Am Lebensende schließlich können sie ihre Bedürfnisse kaum noch ausdrücken und brauchen eine einfühlsame Begleitung. Menschen mit Demenz können traurig und verzweifelt sein, wenn sie sich einsam und hilflos fühlen. Doch wenn sie in Kontakt mit anderen sind, Liebe und Wertschätzung erfahren, können sie auch Freude am Leben entfalten.

Die Hausengel sind in allen Phasen an Ihrer Seite – von der Beantragung des Pflegegrades über die ambulante Pflege bis zur Betreuung in der vertrauten Umgebung durch unsere qualifizierten selbstständigen Betreuungs­kräfte.
 

"Was bleibt von einem Menschen, wenn er seine Erinnerung verliert? Was bedeutet es für die Kinder, den Partner, wenn noch vor dem geliebten Menschen die Liebe verlöscht – weil sie vergessen wird?"
Britta Heidemann in einer Rezension zu Arno Geiger: "Der alte König in seinem Exil", WAZ vom 03.02.2011

Depressionen bei Demenzerkrankungen

 

In den ersten Phasen einer Demenzerkrankung ist es für Betroffene besonders schwer zu akzeptieren, dass eingeschränkte Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten ihr Leben verändern. Viele verfallen im Anfangsstadium in eine Depression, die in Kombination mit der Demenz die körperlichen Einschränkungen verstärkt.

Während bei einer Depression der Antrieb zu einem noch möglichen Handeln fehlt, geht bei einer Demenz die Fähigkeit zum Handeln verloren. Besonders in der ersten Phase versuchen Betroffene ihre Alltagsprobleme vor anderen zu verstecken und zu verleugnen. Bei einer Depression sieht es anders aus. Erkrankte klagen häufig eindringlich über ihre Lebensprobleme, die mit der Demenzerkrankung einhergehen.

Diagnose Demenz
Wichtige Anlaufstellen

Deutsche Alzheimer Gesellschaft
www.deutsche-alzheimer.de

Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend
www.wegweiser-demenz.de

Literatur

Maier, Schulz, Weggen, Wolf: "Alzheimer & Demenzen verstehen: Diagnose, Behandlung, Alltag, Betreuung"

Marion Jettenberger: "Sprechstunde Demenz: 111 Fragen & Antworten"

Ulrike Strätling: "Als die Kaffeemühle streikte: Geschichten zum Vorlesen für Demenzkranke"

David Sieveking: "Vergiss mein nicht: Wie meine Mutter ihr Gedächtnis verlor und ich meine Eltern neu entdeckte"

Arno Geiger: "Der alte König in seinem Exil"

Huub Buijssen: "Die magische Welt von Alzheimer: 30 Tipps, die das Leben mit Demenzkranken leichter und erfüllter machen"