Filmtipp: Romys Salon - wenn Oma dement wird

Romys Salon erzählt die Geschichte von Romy und ihrer an Demenz erkrankenden Oma Stine. Die mehrfach ausgezeichnete Romanverfilmung beleuchtet das Thema Demenz sensibel, achtsam und äußerst charmant und erzählt davon, wie sich Enkelin und Oma dadurch näher kommen. Traurig und komisch – wie das Leben selbst. 

 

Großartige Bilder, kluge Dialoge, die zum Nachdenken anregen und beeindruckende Schauspielerinnen 

Filmplakat zu Romys Salon mit junger Enkelin, die ihrer Oma Lockenwickler ins Haar dreht.

Dieser warmherzige Familienfilm wirft einen etwas anderen Blick auf die Alzheimererkrankung. Ehrlich und zugleich liebevoll erzählt die Geschichte vom Verlauf von Stines Erkrankung, den Begleiterscheinungen des Alters und wie es die Großmutter und ihre Enkelin, ja die gesamte Familie, einander näher bringt.

"Seit ihre Mutter so viel arbeitet, geht Romy nach der Schule zu ihrer Oma. Sie hilft ihr dann meist im Frisiersalon. Doch in letzter Zeit ist Oma anders, sie vergisst vieles, spricht plötzlich Dänisch und erzählt immer wieder von ihrer Kindheit in Dänemark und vom Meer. Romy unterstützt ihre Oma, wo sie kann, damit keiner etwas merkt. Bis zu dem Tag, an dem ihre Oma im Nachthemd im Salon steht … Oma Stine kommt in ein Pflegeheim. Ob es ihr dort wirklich gut geht? Bestimmt würde sie sich riesig freuen, wenn Romy noch einmal mit ihr an den Strand ihrer Kindheit führe…" (romyssalon.de).

Demenz hat viele Gesichter. Mehr Wissen und Verständnis innerhalb der Gesellschaft sind wichtig für ein gelungenes Miteinander, damit Betroffene nicht ausgegrenzt werden sondern trotz Einschränkungen Teilhabe und Selbstbestimmung erfahren können. Dieser Film zeigt sehr einfühlsam, wie die 10-jährige Romy die Ereignisse um die fortschreitende Demezerkrankung ihrer Oma wahrnimmt. Durch die Kinderperspektive wird schnell klar: Kinderaugen sehen Anderes, als die Erwachsener. "Für die geschiedenen Eltern ist Oma ein Problem, das Pflegeheim ist schnell beschlossene Sache. Aber Romy sieht, was die anderen nicht sehen: Dass Oma ihr Zuhause braucht, ihre Arbeit und ihren Kater Jens. Sie sieht, dass es Oma nicht gut geht und dass sie Fehler macht. Aber sie sieht auch die lustigen, skurrilen und manchmal abenteuerlichen Momente, die die Krankheit mit sich bringt." (Karin Jirsak-Biemann, filmstarts.de).

Der Film läuft seit dem 30. Januar in den deutschen Kinos und wer jetzt Lust darauf bekommen hat, kann sich hier den Trailer ansehen.

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